OP- Verbot (aktualisiert)

Entwurf eines Gesetzes zum Schutz von Kindern mit Varianten der Geschlechtsentwicklung (Stand: 25.09.2020)

Was regelt das geplante Gesetz?

Es gibt Menschen, die nicht eindeutig in die medizinische KategorieGruppe männlich oder weiblich zugeordnet werden können – sie werden intergeschlechtlich genannt. Diese Menschen wurden in der Vergangenheit oft schon als Baby so operiert, dass sie äußerlich wie ein Junge oder ein Mädchen aussehen.

Durch das Gesetz soll es in Zukunft nicht mehr möglich sein, dass Personensorgeberechtige (zum Beispiel Eltern) einer solchen Operation (OP) an ihren nicht einwilligungsfähigenEinwilligungsfähigkeit hängt nicht vom Alter ab. Es bedeutet, dass zum Beispiel junge Menschen die Folgen einer Operation einschätzen können. Sie können verstehen, was mit ihnen passiert und sie können beurteilen, ob sie zum Beispiel diese Operation durchführen lassen wollen. Kindern zustimmen können. Es soll Ausnahmen geben: Wenn eine OP nicht warten kann bis das Kind selbstbestimmt eine Entscheidung zur OP treffen kann, dann dürfen die Eltern dieser OP zustimmen . Das Familiengericht muss das in der Regel genehmigen.
Die Eltern können dem Familiengericht eine befürwortende Stellungnahme einer KommissionDiese Kommission soll unter anderem aus Ärztinnen, Ärzten, Psychologinnen und Psychologen bestehen. für eine OP vorlegen. Durch eine solche Stellungnahme wird vermutet, dass diese OP dem Wohl des Kindes entspricht. Die Kommission soll zum Beispiel prüfen, ob eine OP dem Wohl der betroffenen jungen Menschen entspricht und ob das Kind und die Eltern über den Eingriff aufgeklärt wurden.

Welche jungen Menschen sind betroffen?

In der für den Jugend-Check relevanten Altersgruppe12-27 Jahre sind junge Eltern oder andere Personensorgeberechtigte von Kindern mit Varianten der GeschlechtsentwicklungDies können zum Beispiel intergeschlechtliche Kinder sein. betroffen.

Betroffen sind auch nicht einwilligungsfähige Jugendliche, deren Eltern zum Beispiel eine OP zur Angleichung des körperlichen Erscheinungsbildes ihres Kindes an das weibliche oder männliche Geschlecht in Betracht ziehen.

Welche zentralen Auswirkungen hat das Gesetz für junge Menschen?

Junge intergeschlechtliche Menschen können durch das Gesetz umfassender geschützt werden. Wer schon als kleines Kind operiert wird, kann sich nicht frei für oder gegen diese OP entscheiden. Diese jungen Menschen könnten unter einer durchgeführten OP an ihren Geschlechtsmerkmalen leiden, weil sie sich selbst möglicherweise gegen eine OP entschieden hätten. Mit dem Gesetz können diese jungen Menschen in ihrer Gesundheit geschützt und ihrer Selbstbestimmung gestärkt werden.

Außerdem kann es für junge Menschen einen gesundheitlichen Schutz bedeuten, wenn die OP vom Familiengericht genehmigt werden muss. Um eine Genehmigung zu erteilen, ist eine Stellungnahme von einer Kommission aus Fachleuten für das Familiengericht hilfreich. Damit kann eingeordnet werden, ob eine OP dem Wohl des Kindes entspricht. Denn wenn die Kommission in ihrer Stellungnahme eine OP befürwortet, dann wird vermutet, dass das dem Wohl des Kindes entspricht.

Interesse geweckt?

Hier kannst du den Jugend-Check im Detail nachlesen, so wie er an das entsprechende Ministerium ging.

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