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Mindestlohnerhöhungsgesetz

Entwurf eines Gesetzes zur Erhöhung des Schutzes durch den gesetzlichen Mindestlohn (Mindestlohnerhöhungsgesetz – MiLoEG) (Stand: 26.01.2022)

Was ist das Ziel des Gesetzes?

Mit dem Gesetz sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen höheren Mindestlohn Das ist der Lohn, das heißt das Gehalt, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mindestens für jeweils eine Stunde Arbeit bekommen sollen. Es gibt dazu Regeln im Mindestlohngesetz. Nicht alle Menschen bekommen den Mindestlohn. Es gibt Ausnahmen. Zum Beispiel haben junge Menschen unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung kein Recht auf den Mindestlohn. erhalten. Denn die Ausgaben für Wohnen und Leben werden immer teurer. Es steigen zum Beispiel die Mieten und Stromkosten oder die Preise für Lebensmittel. Ein höherer Lohn für jeweils eine Stunde Arbeit soll auch ein Anreiz für die Menschen sein, damit sie gerne arbeiten.

Welche jungen Menschen sind betroffen?

Betroffene sind in der für den Jugend-Check relevanten Altersgruppe 12 – 27 Jahre junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwischen 18 und 27 Jahren. Sie müssen jedoch einer Beschäftigung nachgehen, für die der Mindestlohn gilt und für die sie zurzeit weniger als 12 Euro Bruttostundenlohn Bruttostundenlohn ist der Betrag, der für eine Stunde Arbeit bezahlt wird. Bruttostundenlohn bedeutet, dass noch keine Steuern und andere Beiträge (zum Beispiel für die Krankenversicherung) von dem Lohn abgezogen wurden. Der Lohn, der an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgezahlt wird, heißt Nettolohn. bekommen. Betroffene können zum Beispiel junge Studentinnen und Studenten sein, die neben dem Studium in einem Minijob Es gibt zwei Arten von Minijobs: Den 450-Euro-Job und den kurzfristigen Minijob (Saisonbeschäftigung). Beim 450-Euro-Job darf man höchstens 450 Euro im Monat verdienen. Beim kurzfristigen Minijob darf man nicht länger als drei Monate am Stück oder insgesamt 70 Tage in einem Kalenderjahr arbeiten. Im Gegensatz zum 450-Euro-Job ist es hier egal, wie viel man verdient. arbeiten (zum Beispiel als Kellnerin oder Kellner).

 

 

Welche zentralen Auswirkungen hat das Gesetz für junge Menschen?

Seit dem 1. Januar 2022 beträgt der Mindestlohn 9,82 Euro für eine Stunde Arbeit (Bruttostundenlohn). Das neue Gesetz sieht vor, dass der Mindestlohn ab dem 1. Oktober 2022 auf 12 Euro erhöht wird.

Wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt, können betroffene junge Menschen mehr Geld zur Verfügung haben. Es kann aber auch sein, dass der Arbeitgeber die Arbeitsstunden verringert. Dann muss er nicht mehr Gehalt als bisher bezahlen. Junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen dann einerseits weniger arbeiten. Andererseits verdienen sie dann nicht mehr als bisher.

Ein höherer Mindestlohn kann es jungen Menschen leichter machen, die Kosten für das tägliche Leben selbst aufzubringen. Sie können dann möglicherweise eine eigene Wohnung mieten. Das kann ihnen dabei helfen, ein selbstständigeres und von den Eltern unabhängigeres Leben zu führen. Der höhere Mindestlohn kann gerade Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern zeigen, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird. Es kann ein Anreiz dafür sein, dass sie ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können.

Aber auch wenn junge Menschen zum Beispiel neben dem Studium arbeiten, können sie einen Vorteil durch einen höheren Mindestlohn haben. Sie müssen dann vielleicht weniger Stunden arbeiten, um etwa 450 Euro durch einen Minijob zu verdienen. Bei einem Mindestlohn von 12 Euro muss ein junger Mensch etwa acht Stunden im Monat weniger arbeiten als jetzt. So könnten junge Menschen mehr Zeit für ihre Ausbildung oder für Freizeitaktivitäten haben.

Interesse geweckt?

Hier kannst du den Jugend-Check im Detail nachlesen, so wie er an das entsprechende Ministerium ging.

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