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Mindestlohn/Minijobs (aktualisiert)

Entwurf eines Gesetzes zur Erhöhung des Schutzes durch den gesetzlichen Mindestlohn und zu Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung (Stand: 23.02.2022)

Was ist das Ziel des Gesetzes?

Mit dem Gesetz sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen höheren MindestlohnDas ist der Lohn, das heißt das Gehalt, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mindestens für jeweils eine Stunde Arbeit bekommen sollen. Es gibt dazu Regeln im Mindestlohngesetz. Nicht alle Menschen bekommen den Mindestlohn. Es gibt Ausnahmen. Zum Beispiel haben junge Menschen unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung kein Recht auf den Mindestlohn. erhalten. Denn die Ausgaben für Wohnen und Leben werden immer teurer. Es steigen zum Beispiel die Mieten und Stromkosten oder die Preise für Lebensmittel.

Der Mindestlohn soll ab 1. Oktober 2022 auf 12 Euro in der Stunde erhöht werden. Weil der Mindestlohn steigen soll, hat das auch Einfluss auf MinijobsEin Minijob ist eine geringfügige Beschäftigung. Geringfügig bedeutet, dass es eine Grenze beim Verdienst gibt.
Es gibt zwei Arten von Minijobs: Den 450-Euro-Job, in dem man regelmäßig jeden Monat arbeitet, und den kurzfristigen Minijob (Saisonbeschäftigung). Beim 450-Euro-Job darf man im Moment höchstens 450 Euro im Monat verdienen. Beim kurzfristigen Minijob darf man nicht länger als drei Monate am Stück oder insgesamt 70 Tage in einem Kalenderjahr arbeiten. Im Gegensatz zum 450-Euro-Job ist es hier egal, wie viel man verdient.
. Darauf reagiert das Gesetz: Im Moment darf eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer in einem Minijob in einem Monat 450 Euro verdienen. Wenn der Mindestlohn aber bald steigt, dann müssten manche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weniger arbeiten, um nicht über die 450-Euro-Grenze zu kommen. Das soll durch das Gesetz verhindert werden.

 

 

Welche jungen Menschen sind betroffen?

Betroffene sind in der für den Jugend-Check relevanten Altersgruppe12-27 Jahre junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwischen 18 und 27 Jahren. Sie müssen jedoch einer Beschäftigung nachgehen, für die der Mindestlohn gilt und für die sie zurzeit weniger als 12 Euro BruttostundenlohnBruttostundenlohn ist der Betrag, der für eine Stunde Arbeit bezahlt wird. Bruttostundenlohn bedeutet, dass noch keine Steuern und andere Beiträge (zum Beispiel für die Krankenversicherung) von dem Lohn abgezogen wurden. Der Lohn, der an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgezahlt wird, heißt Nettolohn. bekommen.

Weitere Betroffene sind in der für den Jugend-Check relevanten Altersgruppe junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwischen 18 und 27 Jahre, die in einem Minijob arbeiten.

Betroffene können zum Beispiel junge Studentinnen und Studenten sein, die neben dem Studium in einem Minijob arbeiten (zum Beispiel als Kellnerin oder Kellner). Betroffene können Mindestlohn beziehen und in einem Minijob arbeiten.

 

 

Welche zentralen Auswirkungen hat das Gesetz für junge Menschen?

Seit dem 1. Januar 2022 beträgt der Mindestlohn 9,82 Euro für eine Stunde Arbeit (Bruttostundenlohn). Das neue Gesetz sieht vor, dass der Mindestlohn ab dem 1. Oktober 2022 auf 12 Euro erhöht wird.

Wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt, können betroffene junge Menschen mehr Geld zur Verfügung haben.

Ein höherer Mindestlohn kann es jungen Menschen leichter machen, die Kosten für das tägliche Leben selbst aufzubringen. Sie können dann möglicherweise eine eigene Wohnung mieten. Das kann ihnen dabei helfen, ein selbstständigeres und von den Eltern unabhängigeres Leben zu führen. Der höhere Mindestlohn kann gerade Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern zeigen, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird. Es kann ein Anreiz dafür sein, dass sie ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können.

Bei einem Minijob gibt es eine Grenze an Gehalt in einem Monat. Im Moment darf eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer in einem Minijob bis zu 450 Euro im Monat verdienen. Wenn der Mindestlohn auf 12 Euro pro Stunde erhöht wird, soll die neue Grenze an Gehalt in einem Minijob auf 520 Euro ansteigen. Diese Grenze an Gehalt soll aber nicht festgelegt sein. Sie kann ansteigen, wenn auch der Mindestlohn ansteigt. Eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer soll in einem Minijob also mehr verdienen können, wenn auch der Mindestlohn steigt.

Minijobs können für viele junge Menschen eine Möglichkeit sein, neben der Schule, der Ausbildung oder dem Studium Geld dazuzuverdienen. Diese jungen Menschen können durch das Gesetz mehr Geld verdienen und trotzdem in einem Minijob bleiben. Das hat zum Beispiel den Vorteil, dass auf den Lohn in einem Minijob keine Steuern gezahlt werden müssen.

 

Interesse geweckt?

Hier kannst du den Jugend-Check im Detail nachlesen, so wie er an das entsprechende Ministerium ging.

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