Welche jungen Menschen sind betroffen?
- Junge Menschen zwischen 12 und 21 Jahren, die Anspruch auf Leistungen der Hilfe zur Erziehung Hilfen zur Erziehung sind Unterstützungsmaßnahmen für Familien, in denen es Probleme oder Streit gibt. Eltern und auch Jugendliche selbst können beim Jugendamt um Unterstützung bitten. Die Hilfen zur Erziehung können unterschiedlich aussehen. Zum Beispiel kann die Familie eine sozialpädagogische Begleitung bekommen oder eine Beratung zu verschiedenen Themen. haben
- Junge Menschen zwischen 12 und 21 Jahren, die Anspruch auf Leistungen der Eingliederungshilfe Leistungen der Eingliederungshilfe sind Leistungen, die Menschen beantragen können, die eine Behinderung haben oder von einer Behinderung bedroht sind. Die Leistungen sollen die Menschen dabei unterstützen, an verschiedenen Bereichen des Lebens teilhaben zu können. Es gibt zum Beispiel Leistungen zur Teilhabe an Bildung und Arbeit oder Leistungen zur Sozialen Teilhabe. Eine Eingliederungshilfe kann ein Hörgerät oder eine Schulbegleitung sein. wegen einer (drohenden) seelischen, geistigen oder körperlichen Behinderung haben
- Junge Menschen unter 16 Jahren, die im Restaurant im Beisein ihrer Eltern zum Beispiel Bier oder Wein trinken möchten
Welche zentralen Auswirkungen hat das Gesetz auf junge Menschen?
- Durch das Gesetz soll die sogenannte Inklusive Lösung umgesetzt werden. Damit soll die Jugendhilfe Leistungen für alle Kinder und Jugendlichen anbieten. Das soll unabhängig davon sein, ob Jugendliche eine Behinderung haben oder von einer solchen bedroht sind.
- Durch das Gesetz sollen die Leistungen der Hilfe zur Erziehung und die Leistungen der Eingliederungshilfe zusammengeführt werden. Bisher war das Sozialamt in den meisten Fällen für die Leistungen der Eingliederungshilfe zuständig. Das Jugendamt war nur für die Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche mit einer seelischen Behinderung zuständig. Zu seelischen Behinderungen zählen zum Beispiel psychische Erkrankungen. In Zukunft soll das Jugendamt für alle Leistungen für Jugendliche mit und ohne Behinderung zuständig sein. Dies kann dazu beitragen, dass junge Menschen mit und ohne Behinderung einen leichteren Zugang zu den Leistungen des Jugendamtes erhalten und sie besser unterstützt werden können.
- In Zukunft sollen die Erziehungsbedarfe und Eingliederungsbedarfe eines jungen Menschen gemeinsam betrachtet werden. Dadurch können Jugendliche Hilfen zur Erziehung und Leistungen der Eingliederungshilfe unabhängig voneinander oder auch gleichzeitig beziehen. Das war bislang schon möglich. In Zukunft könnten die betroffenen jungen Menschen Hilfen und Leistungen erhalten, die ihren individuellen Bedarfen besser entsprechen. Denn die Bedarfe können gemeinsam betrachtet werden, wodurch zielgenau Hilfen erbracht werden können.
- Die Verfahrenslotsen Verfahrenslotsen sind besonders ausgebildete Beraterinnen und Berater, die beim Jugendamt arbeiten. Sie unterstützen junge Menschen mit (drohenden) Behinderungen und ihre Familien dabei, Leistungen zu beantragen und zu erhalten. Verfahrenslotsen sollen die jungen Betroffenen beraten, welche Leistungen es für sie gibt und wie man sie beantragen kann. soll es in Zukunft weiterhin geben. Dadurch können junge Menschen und ihre Sorgeberechtigten weiterhin unterstützt werden, wenn sie Leistungen der Eingliederungshilfe beantragen und nutzen wollen.
- Jugendliche und junge Erwachsene sollen in Zukunft grundsätzlich Angebote der Jugendsozialarbeit erhalten. Das können zum Beispiel Angebote an Schulen sein. Angebote der Jugendsozialarbeit sollen den Hilfen zur Erziehung vorgehen. Jugendsozialarbeit und Hilfe zur Erziehung haben unterschiedliche Ziele. Es ist wichtig, dass junge Menschen auch in Zukunft die richtige Hilfe für sich erhalten. Es müssen auch genug Angebote für alle jungen Menschen bereitstehen.
- Jugendliche mit einem Unterstützungsbedarf sollen in der Schule oder an der Hochschule durch dort vorhandene Fachkräfte unterstützt werden können. So können junge Menschen einfach Zugang zu Unterstützung erhalten. Sie brauchen dafür keine Diagnose. Wenn es notwendig ist, können junge Menschen weiterhin eine eigene Hilfe für sich erhalten.
- Jugendliche unter 16 Jahren dürfen in Restaurants Bier oder Wein trinken, wenn ihre Eltern dabei sind. Das soll künftig nicht mehr erlaubt sein. Alkohol zu trinken hat besonders für junge Menschen gesundheitliche Folgen. Vor diesen Folgen könnten junge Menschen besser geschützt werden. Ihre Eltern könnten sich der Folgen von Alkohol eher bewusst sein.