Hauptinhalt

Änderungen Minijobs

Entwurf eines Zweiten Gesetzes zu Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung (Stand: 01.02.2022)

Was ist das Ziel des Gesetzes?

Der Mindestlohn Das ist der Lohn, das heißt das Gehalt, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mindestens für jeweils eine Stunde Arbeit bekommen sollen. Es gibt dazu Regeln im Mindestlohngesetz. Nicht alle Menschen bekommen den Mindestlohn. Es gibt Ausnahmen. Zum Beispiel haben junge Menschen unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung kein Recht auf den Mindestlohn. soll ab 1. Oktober 2022 auf 12 Euro in der Stunde erhöht werden. Das hat auch Einfluss auf Minijobs Es gibt zwei Arten von Minijobs: Den 450-Euro-Job, in dem man regelmäßig jeden Monat arbeitet, und den kurzfristigen Minijob (Saisonbeschäftigung). Beim 450-Euro-Job darf man im Moment höchstens 450 Euro im Monat verdienen. Beim kurzfristigen Minijob darf man nicht länger als drei Monate am Stück oder insgesamt 70 Tage in einem Kalenderjahr arbeiten. Im Gegensatz zum 450-Euro-Job ist es hier egal, wie viel man verdient. und darauf reagiert das Gesetz: Im Moment darf eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer in einem Minijob in einem Monat 450 Euro verdienen. Wenn der Mindestlohn aber bald steigt, dann müssten manche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weniger arbeiten, um nicht über die 450-Euro-Grenze zu kommen. Das soll durch das Gesetz verhindert werden.

Es soll auch besser kontrolliert werden, ob alle Arbeitgeber den Mindestlohn bezahlen.

Welche jungen Menschen sind betroffen?

Betroffene sind in der für den Jugend-Check relevanten Altersgruppe 12 – 27 Jahre junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwischen 18 und 27 Jahre, die in einem Minijob arbeiten.

Welche zentralen Auswirkungen hat das Gesetz für junge Menschen?

Bei einem Minijob gibt es eine Grenze an Gehalt in einem Monat. Im Moment darf eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer in einem Minijob bis zu 450 Euro im Monat verdienen. Wenn der Mindestlohn auf 12 Euro pro Stunde erhöht wird, soll die neue Grenze an Gehalt in einem Minijob auf 520 Euro ansteigen. Diese Grenze an Gehalt soll aber nicht festgelegt sein. Sie kann ansteigen, wenn auch der Mindestlohn ansteigt. Eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer soll in einem Minijob also mehr verdienen können, wenn auch der Mindestlohn steigt.

Minijobs können für viele junge Menschen eine Möglichkeit sein, neben der Schule, der Ausbildung oder dem Studium Geld dazuzuverdienen. Diese jungen Menschen können durch das Gesetz mehr Geld verdienen und trotzdem in einem Minijob bleiben. Das hat zum Beispiel den Vorteil, dass auf den Lohn in einem Minijob keine Steuern gezahlt werden müssen.

Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit pro Tag zum Beispiel in einem Minijob soll durch den Arbeitgeber elektronisch dokumentiert werden. Die Dokumentation soll so gemacht werden, dass sie nicht gefälscht werden kann. Das kann jungen Menschen Sicherheit geben, den Mindestlohn wirklich zu erhalten. Es kann außerdem unbezahlte Überstunden verhindern. Das kann für junge Menschen besonders wichtig sein, weil sie am Beginn ihres Berufslebens vielleicht Sorge haben ihren Arbeitgeber anzusprechen, wenn um Beispiel Überstunden nicht bezahlt wurden.

In Zukunft soll in der Lohn-Abrechnung eine Information stehen, welcher Mindestlohn für den Job gilt. Das kann jungen Menschen helfen, die nicht so gut über ihre Rechte und den Mindestlohn informiert sind.

Interesse geweckt?

Hier kannst du den Jugend-Check im Detail nachlesen, so wie er an das entsprechende Ministerium ging.

Zum ausführlichen Jugend-Check
Feedback geben

Wir freuen uns auf dein Feedback zum Jugend-Check „Änderungen Minijobs“.

    Feedback-Formular


    Was sagen Unterstützerinnen und Unterstützer zum Jugend-Check?

    Statements zum Jugend-Check

    Jetzt lesen