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12. Mai 2026

Schutz vor digitaler Gewalt

Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des zivilrechtlichen und strafrechtlichen Schutzes vor digitaler Gewalt (Stand: 16.04.2026)

Ressort: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Welche jungen Menschen sind betroffen?

  • Betroffen sind junge Menschen von 12 bis 27 Jahren, die im Internet digitale Gewalt durch Deepfakes erfahren. Deepfakes sind gefälschte Bilder, die schwer von echten Bildern zu unterscheiden sind. Eine Person wird dann z.B. in einer Situation gezeigt, die so nie stattgefunden hat.

Welche zentralen Auswirkungen hat das Gesetz auf junge Menschen?

Durch das Gesetz soll digitale Gewalt bekämpft werden. Digitale Gewalt beschreibt eine Art der Gewalt, die im Internet stattfindet. Junge Menschen können z. B. über Nachrichten in Chatgruppen davon betroffen sein.

  • In Zukunft sollen bestimmte „Deepfakes“ bestraft werden können. Strafbare Deepfakes sind zum Beispiel pornografische Deepfakes. Deepfakes sind pornografisch, wenn sie Personen nackt oder in sexuellen Situationen zeigen. Auch wenn die Personen so nicht fotografiert wurden, kann man die Fälschung oft nicht erkennen. Das Herstellen oder Verbreiten dieser Bilder soll künftig bestraft werden können. Dadurch könnten junge Menschen besser in ihrer sexuellen Selbstbestimmung geschützt werden. Sexuelle Selbstbestimmung bedeutet auch, dass jeder und jede für sich selbst entscheiden kann, ob und wie er in sexuellen Inhalten gezeigt wird und wer diese Inhalte sehen darf.
  • Die Verbreitung bestimmter nicht-pornografischer Deepfakes soll strafbar sein. Es soll strafbar sein, wenn diese Bilder ohne die Zustimmung der dargestellten Person verbreitet werden. Das können gefälschte Bilder sein, die junge Menschen in peinlichen Situationen zeigen. Oder gefälschte Bilder, die Personen lächerlich machen. Wenn sich diese z. B. über den Klassenchat verbreiten, kann dies zu Mobbing führen. Eine mögliche Bestrafung dieser Deepfakes könnte Täterinnen und Täter abschrecken. Junge Menschen könnten in solchen Fällen besser vor Mobbing geschützt werden.

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